† Buchrezi: Witch Hunter

Written on 20 März 2017| 3 Liebesbeweise


 
Titel: Witch Hunter
Originalitel: The Witch Hunter
Reihe: Witch Hunter
Autor: Virginia Boecker
Buchart: Gebunden
Genre: Fantasy
Teil: 1
Preis: 17,95€
Seiten: 400
Verlag: dtv
Erscheinungsdatum: 18.März.2016

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Witch Hunter habe ich von einer ganz lieben Person geschenkt bekommen, die es selbst als Leseexemplar erhalten hatte. Ich habe mich wirklich sehr darauf gefreut, da nicht nur das Cover, sondern auch der Klappentext Interesse in mir weckte!

Als die 16-jährige Elizabeth mit einem Bündel Kräuter gefunden wird, das ihr zum Schutz dienen soll, wird sie in den Kerker geworfen und der Hexerei angeklagt. Doch wider Erwarten retten weder Caleb, ihr engster Freund und heimlicher Schwarm, noch ihr Lehrmeister Blackwell sie vor dem Scheiterhaufen. Stattdessen befreit sie in letzter Sekunde ein ganz anderer: Nicholas Perevil, der mächtigste Magier des Landes und Erzfeind aller Hexenjäger. Er lässt sie heilen und nimmt sie bei sich und den Magiern auf. Denn längst ist im Hintergrund ein Machtkampf entbrannt, und Elizabeth spielt darin eine Schlüsselrolle. Nun muss sie sich entscheiden, wo ihre Loyalitäten liegen.

 
Das Cover ist wirklich richtig richtig schön, auch wenn es eher sehr einfach und unauffällig gestaltet wurde. Es ist eines der wenigen Cover auf denen mich Mädchen bzw. Personen nicht stören. Auch wenn man den Umschlag abmacht ist es wirklich sehr schön! Das einzige was mich etwas stört ist, das ich bei dem Zeichen um den Schlüssel herum immer an DNA-Stränge denken muss.

Das Originalcover gefällt mir ebenfalls wirklich super gut und hat noch ein bisschen mehr "Feuer" (wortwörtlich).

Originalcover


Ich habe mich wirklich richtig stark auf das Buch gefreut! Als ich begann zu lesen konnte ich die Anfangseuphorie auch noch aufrecht erhalten auch wenn mir mehrere Sachen nicht so sehr gefallen haben. So an sich war der Einstieg aber wirklich nicht schwer und machte einem sehr viel Lust weiterzulesen.

Vieles an dem Buch hat mir auch gefallen; die Doppelmoral zum Beispiel, wenn erkannt wird, das man schon immer angelogen wurde und die Bösen eigentlich die Guten sind. Auch Spannung kam nicht zu knapp und der Schreibstil war sehr flüssig.

Leider gibt es aber ein sehr großes Manko was mich das ganze Buch hindurch gestört hat; man merkte stark das es das erste Buch der Autorin ist. Der rote Faden des Buches schlängelte sich und verlor sich manchmal. Noch dazu gefiel es mir nicht, das die Autorin "Entscheidungsschwierigkeiten" hatte. Ihr kennt das ja durch Bücher: Prota A macht etwas, und durch diese Aktion nimmt die ganze Geschichte einen bestimmten Verlauf.
Nun, wir sind hier direkt in dem Verlauf drin und diese Dinge die Verlaufsrelevant sind wurden uns erst später erzählt. Allerdings nicht sehr geheimnisvoll und spannend sondern eher so, als hätte die Autorin plötzlich eine Eingebung gehabt oder nicht gewusst wie sie das Buch weiterführen sollte, sodass sie sich etwas Neues ausdachte was "früher" passiert war um eine bestimmte Aktion oder Reaktion im Buch zu rechtfertigen. Das wurde dann aber im Buch so promt und kurz erzählt als würde die Autorin davon ausgehen das wir diese Szenen von "früher" kennen würden, was wir aber nie tun, da diese Szenen ja alle passierten bevor wir in die Geschichte mit einstugen.

Auch fand ich die Gedankengänge der Hauptprotagonistin manchmal nicht nachvollziehbar als sie realisieren musste das die Bösen eben doch nicht die Bösen waren. Auch hatte die Hauptprotagonistin am Anfang zu einem anderen Charakter besimmte Ansichten und Gefühle, als sie diese aber nach 3/4 des Buches das erste mal wiedersah war plötzlich alles anders, und die Autorin stellte es so hin als hätte die Hauprotagonistin schon immer so gefühlt und gedacht. Das war leider eher solala, da man keinen Wandel "las" - er war einfach plötzlich da.

Die anderen Charaktere hingegen gefieln mir alle unglaublich gut - ihre Aktionen, Reaktionen und Gedankengänge waren alle voll nachvollziehbar. Am Anfang hatte ich nur etwas Schwierigkeiten sie alle auseinanderzuhalten, manchmal kam es vor das man einen Jugendlichen Kerl mit einem alten Knacker verwechselte.

 
Spannung: 4/5 Federn
Charaktere: 3/5 Federn
Schreibstil: 2,5/5 Federn
Anfang: 3/5 Federn
Mitte: 4/5 Federn
Ende: 4/5 Federn
Cover: 4/5 Federn

Zusammengefasst gefiel mir das Buch eigentlich sehr gut, auch der Spannungsbogen der immer weiter stieg war wirklich toll zu lesen, genauso wie den Storyverlauf. Leider überschattete es das Buch ziemlich das die Autorin sehr verwirrend schrieb und "Entscheidungsschwierigkeiten" hatte, wie ich sie nenne. Ich freue mich allerdings schon sehr auf Band 2 von dem ich mir etwas mehr erwarte.



Virginia Boecker hat ihren Abschluss in Englischer Literatur an der University of Texas gemacht. Sie lebte vier Jahre in London, während der sie sich auf jedes kleinste Detail zur mittelalterlichen Geschichte Englands gestürzt hat, die die Grundlage für „Witch Hunter“, ihren ersten Roman, bildet.
~Website~

Kommentare:

  1. Hach, das klingt ja eher zwiespältig, deine Meinung :) Ich hadere die ganze Zeit, ob ich das Buch nun lesen soll oder nicht... Ich habe es zwar schon im Regal stehen, habe aber schon von mehreren Seiten gehört, dass es sehr langatmig sein soll und das kann ich im Moment so gar nicht gebrauchen :D Naja, vielleicht kann ich mich ja dennoch irgendwann dazu motivieren, das Cover ist zumindest schon mal echt sehr ansehlich :)
    Sehr schöne Rezension! :)
    Liebe Grüße,
    Hannah

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    1. Hey Hannah,
      ich muss sagen, dass ich das Buch ganz und gar nicht langweilig, dafür aber sehr fesselnd und mitreißend fand. Ich bin allerdings auch mit keinen Erwartungen an das Buch herangegangen. :)

      Wünsche dir ganz viel Spaß mit dem Buch, falls du es dennlesen solltest, und hoffe, dass es dir gefällt :)

      Liebe Grüße,
      Anna

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  2. Ich finde es gerade sehr interessant, deine Rezension zu lesen, denn ich hatte beim Lesen ein komplett anderes Gefühl. Für mich war beispielsweise der rote Faden immer ersichtlich, die Gedankengänge und Handlungen der Protagonistin konnte ich fast immer nachvollziehen, selbst wenn ich in dem Moment anders gehandelt hätte. Zudem fand ich es super, dass sie eben durch ihr Denken im Laufe des Buches schlecht über die bestimmte Person denkt und sehr nachvollziehbar, dass sie den Kontakt später eben quasi abbricht/ er ihr nichts mehr bedeutet. Schon interessant, wie unterschiedlich die Wahrnehmung/ der Geschmack beim Lesen sein kann :D

    Liebe Grüße ♥

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